Warum ausgerechnet der Mars?

  • Wenn man von der Besiedelung eines Planeten innerhalb unseres Sonnensystems spricht, fällt immer der Mars ins Gespräch. Aber warum ausgerechnet der?


    Ich habe mich neulich wieder einen ganzen Tag lang auf Wikipedia über unsere Planeten und Monde belesen und frage mich, warum das Hauptaugenmerk auf dem Mars liegt. Nirgends sonst, hat man so viele Sonden hingeschickt.
    Aber ich persönlich halte die Venus für viel geeigneter, als den Mars, als Erdersatz.


    Im Prinzip vervollständigen sich beide gegenseitig. Was die Venus zu viel hat, davon hat der Mars zuwenig und umgekehrt... Insgesamt eignet sich kaum ein Planet in unserem Sonnensystem für Terraforming. Auf dem Mars hält sich keine Atmosphäre, weil die Schwerkraft zu gering ist. Wasser auf die Venus zu bringen und deren dichte Atmosphäre abzubauen ist viel zu aufwendig. Trotzdem wäre es dort langfristig möglich zu leben, würde man diese Hürden nehmen. Der Mars hingegen wird aufgrund der geringen Anziehungskraft immer Probleme machen (zusätzlich dazu dass er so klein ist, hat er auch noch eine recht geringe Dichte und kein schützendes Magnetfeld).


    Warum also wird der Mars so massiv erforscht? Ich persönlich halte selbst den Saturnmond Titan für interessanter. (mal abgesehen davon, dass der Abstand zur Sonne etwas zu groß ist)


    Der einzige Grund warum der Mars so massiv erforscht wird, liegt meiner sarkastischen Meinung nach eher darin, dass man dort besonders einfach Sonden absetzen kann. Also weil die Erforschung logistisch und technisch die wenigsten Hürden dort hat. Die Venus hat einen zu hohen Druck und zu hohe Temperaturen, während Titan zu weit weg und zu wenig Sonnenlicht bietet. Es ist für die Forscher also am billigsten, auf den Mars ihre liebgewonnenen Spielzeuge abzuwerfen, mit dem sie ihre Neugier für Geologie befriedigen können.
    Was man auf dem Mars erfährt ist vieleicht ganz interessant (wie bei jedem Planet oder Mond), wird uns langfristig zivilisationstechnisch aber nicht weiter bringen. Da kann man beinahe genauso gut unseren Mond kollonisieren. :seriously:
    (schaut euch mal den Innenaufbau des Mars an! Das ist ein TOTER Planet!)


    Oder was meint ihr?

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  • Es war auf Venus und Mars noch! keiner vor ort und hat gesagt: "man Ist das ätzend hier"


    Ich denke mal es liegt daran, das man mit den Heutigen Technischen und finanzierbaren Mitteln besser wieder vom Mars weg! kommet *g*


    Naja der Titan hat Methan Meere und Methan regen, dort kann man schlecht Atmen und es ist su Kalt.
    Hätte man einen Mond oder Planeten in unseren System gefunden mit Erdähnlichen bedingungen, wären wir schon längst da, denke ich.

  • Naja Tot hin oder her, viel interessanter ist wie viel Wasser gibt es auf dem Mars und gab es dort mal Leben?
    Zu dem gehen dort die "Spielzeuge" nicht so schnell kaputt, da die Atmosphäre recht freundlich(dünn) ist.


    Venus selbst ist schlechter, da zu nah an der Sonne, ist quasi nen kleiner Dampfkessel und
    in nem Dampfkessel will keiner Leben :D


    Wenn sich die Sonne zu einem Roten Riesen verwandelt ist die Venus zudem noch vor der Erde dahin,
    d.h. noch weniger zukunftsfähig, wenn dann schon einer der Jupitermonde.

  • Auf dem Mars kann zumindest nach einschätzung vieler Wissenschaftler die sich vorallem mit Terraforming auseinandersetzen sehr wohl eine dichtere Atmosphäre geschaffen werden vorallem da die vermutung nahe liegt das er schoneinmal eine hatte ebenso wie es beweiße dafür gibt das er ein Magnetfeld ähnlich der Erde hatte. Abgesehen davon ist es auf der Venus viel zu heiß und ein zu hoher druck das ist scher zu ändern eine erwärmung und höherern Druck zu erzeugen ist etwas einfacher zu schaffen. Der Titan ist nun wirklich kein Ort für uns menschen der Mars ist einfach am besten geeignet und mit den nötigen voraussetzungen wird dieser auch in den nächsten Jahrhunderten besiedelt werden. Selbst wenn man nur große Gebäude baut die Atmospäre wie auf der Erde haben.

  • Wenn sich die Sonne zu einem Roten Riesen verwandelt ist die Venus zudem noch vor der Erde dahin,
    d.h. noch weniger zukunftsfähig, wenn dann schon einer der Jupitermonde.


    Ich glaube das spielt eine sehr kleine Rolle den in diesen Zeitraum werden wir (Menscheit) niemals erreichen können.


    Zu der warum MARS Frage:
    Ich schätze es liegt einfach daran das der Mars ein sehr friedlicher Planet im Gegensatz zur Venus oder anderen Planeten ist und er halt sehr Nahe ausliegt.

  • Pro Mars:

    • Auf der Venus gibt es derzeit keinen einzigen Rover bzw. Sonden. Das, was die Wissenschaftler dort hingeschafft haben ist heute bestenfalls eine kleine und sauteure Metallpfütze. 500° Celsius sind nicht so angenehm wie -55°, gegen letzteres kann man sich wesentlich besser schützen.
    • Der Mars ist geologisch stabil, auf der Venus schwimmt man in Lava...ist bei der Oberflächentemperatur aber vieleicht eine Abkühlung.
    • Der Druck der Venusatmosphäre ist ca. 50 mal höher als auf der Erde. Das hält bis jetzt kein Gebäude (und sowieso kein Mensch) durch.
    • Pflanzen können auf dem Mars wachen, die Venusatmosphäre lässt kein Sonnenlicht durch.
    • Auf dem Mars gab es mal Wasser und somit ist die Wahrscheinlichkeit von ehemaligem Leben höher als auf anderen Himmelskörpern. Das macht den Mars für die Forschung hoch interessant.


    Pro Venus:

    • Die Dichte Atmosphäre hält Strahlung ab.
    • Die Schwerkraft auf der Venus ist der Erde sehr ähnlich (8,87 m/s²).
    • Die Venus ist der Erde näher.


    Das wären ein paar Gründe, die mir spontan eingefallen sind. Von Terraforming will ich gar nicht anfangen, das ist noch nicht realistisch und dauert viel zu lange.

  • Ich hab da zwei Videos gefunden:
    Eines für die Venus: http://www.youtube.com/watch?v=QqIkKxhjW4U
    Eines für den Mars: http://www.youtube.com/watch?v=LwE99t-kg7E


    Warum nicht die Venus?
    440°C - 500°C hört sich nicht sehr gemütlich an ...
    Das ist übrigens genug um Blei und zink zu schmelzen.


    und 92 Bar Druck !?
    Das ist nicht wenig. Das entspricht dem Druck von 800 Metern unter Wasser ...


    Viel draußen herum laufen und Löcher buddeln wird also nix :D



    Die einzige Möglichkeit, die Venus zu besiedeln währe mit Ballons bzw Luftschiffen.
    In die man "einfach" Sauerstoff, und so, rein Pumpt. Dann fliegen die auf der dicken Atmosphäre und man kann in ihnen herum laufen...
    Auf der Venus gibt es auch Wind. Also würden diese Luftschiffe ständig herum geschubst werden, hauptsächlich in Richtung Poole, wegen den Hadley-Zellen...

  • @ Kanone
    Ich glaube, sobald die Venus verschluckt ist, kann man auch auf dem Mars nicht mehr leben. ;P


    Bis dahin ist es aber so oder so noch lange hin. Bis die Erde endgültig überbevölkert ist, dauerts aber hingegen nicht mehr sehr lange. Die Temperatur ist nur eine Frage der Atmosphäre. Es ist auf der Venus trotz des Abstandes zur Sonne sehr wol möglich eine Atmosphäre zu schaffen, die passende Treibhauseffekte erzeugt. Die Atmosphäre umzuwandeln ist noch das geringste Problem. Das einzige massive Problem dass ich in der bevölkerung der Venus sehe, ist die gigantischen Wassermassen dort hin zu tragen.



    Der Mars hat aufgrund seiner Größe und Dichte das Problem der geringen Schwerkraft. Wer es vieleicht nicht wusste: zu geringe Schwehrkraft über einen langen Zeitraum bringt einige gefährliche Erkrankungen mit sich! Ausserdem würden über zigtausende Jahre hinweg 2 unterschiedliche Menschenrassen entstehen, die dann wieder genug Grund haben, sich zu bekriegen. (siehe Hautfarbe schwarz weiß... die Marsianer könnten sich auf der Erde kaum bewegen, weil zu schwach, Reisen zwischen beiden Planeten wären also anatomisch beschrenkt und so kapseln sich beide Rassen allmälig ab etc... wie es um die Toleranz der Menschen zueinander steht, sieht man ja bereits auf diesem Planeten... :thumbdown: )


    Zudem stellt die geringe Schwerkraft und das fehlende Magnetfeld eine dauerhafte und massive Gefahr für die Atmosphäre da. Diese würde durch Sonnenwinde ständig abgetragen (so hat der Mars auch aktuell seine Atmo verloren) und müsste entsprechend dauerhaft neu erzeugt werden, damit sie sich hält. Protuberanzen stellen dann aufgrund des fehlenden Magnetfeldes auch eine massive Gefahr für Lebewesen und vor allem Elektronik dar, an die Gefahr für Flugzeuge will ich garnicht denken.


    Sooo kalt ist es auf Titan nicht. Dort müsste man genauso Habitate errichten, wie auch auf dem Mars, das ist klar. Auf Titan kann man hingegen, wenn man nur den Forschungsaspekt betrachtet aber mit höherer Warscheinlichkeit Leben finden, als auf dem Mars.



    Zitat

    Es war auf Venus und Mars noch! keiner vor ort und hat gesagt: "man Ist das ätzend hier"


    Doch, Maschinen waren dort. ;) Die meisten Venussonden konnten nicht sagen, dass es dort ätzend ist, weil sie vorher implodiert sind. Aber alle überlebenden Sonden auf Mars und Venus haben uns bereits verraten, wie lebensfeindlich beide Planeten sind. Die Venus ist derzeit deutlich Lebensfeindlicher als der Mars. Aber langfristig ist es dann doch der erdähnlichere Planet mit den höheren Aussichten meiner Meinung nach.



    [edit]
    @ Nibooss
    Vorm Terraforming ist halt jeder Planet "scheiße". ;)
    Die Frage ist nicht, welcher Planet DERZEIT lebensfreundlicher ist, sondern welcher LANGFRISTIG die Chance hat, eine zweite Erde zu werden. Der Mars ist innerlich tot. Der wird nie wieder ein ausreichendes Magnetfeld erzeugen. Vom Problem der Schwerkraft mal abgesehen.


    [edit2]
    @ Andromega
    Es gibt etliche Monde, in denen flüssiges Wasser in rauhen Massen vermutet wird. Auf dem Mars gab es evtl. Leben. Es gibt aber einige Monde auf denen es immernoch Leben geben könnte.


    PS: meine Güte, man merkt das Nerds nicht in die Disco gehen, oder warum hängt ihr alle so spät noch am Rechner? :D

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  • Naja Mars ist am einfachsten zu Terraformieren. (Eventuell sogar mit unseren Technologien schon, würde aber Jahrhunderte dauern.)
    (Wenn überhaupt).
    Denke da liegt der Hauptgrund.
    Für eine Terraformung der Venus, müsste man erstmal ihre langsame Eigenrotation beschleunigen um eine Verdünnung der Atmosphäre zu erreichen, um den dortigen Treibhauseffekt rückgängig zu machen.
    Und selbst dann.... was will man mit einem Planeten der total mit Säure vergiftet ist?
    Abgesehen davon, daß das ausserhalb unserer Möglichkeiten liegt.


    Was ich allerdings nicht kapiere ist, warum man nicht erst eine gescheite Mondkolonie aufbaut und Erfahrungen mit dem Leben auf nicht irdischen Welten macht (in relativer Sicherheit).
    Wenn auf dem MArs was schief geht, ist eine Rettung unmöglich (sie kämen niemals rechtzeitig dort an) auf dme Mond ist es nur ein (relativ) kurzer Flug, den könnten Überlebende einer Katastrophe (zeitlich) überleben.
    Und naja wie gesagt, wir haben noch keine Erfahrung mit künstlichen Lebenserhaltungssystemen, die wirklich TOTAL von der Erde soliert wären. (Nein auch die sch... ISS hilft da nix, die wird von der Erde versorgt.).

  • @ Xentor: ich sehe das genauso, man braucht erstmal Grundlagen forschung auf dem Gebiet um Menschen lngfristig so unabhängig wie möglich von der Erde am Leben zu erhalten insbesondere ist es wichtig genug Sauerstoff und Wasser erzeugen zu können ist denke ich noch am einfachsten. Schwieriger wird es bei der Produktion von Nahrung und Rohstoffen für den alltäglichen bedarf. Deshalb ist es nur sinnvoll als erstes auf dem Mond eine Kolonie zu errichten. Dort könnte man zwar nicht ganz ohne Gefahren alles testen und erforschen es wäre aber billiger und viel sicherer als erst auf dem mars damit anzufangen. Abgesehen davon ist der Mond ein gutes sprungbrett zu anderen Planeten wenn man von dort aus startet ist der aufwand schoneinmal viel kleiner zumal man dort angeblich mit den Mineralien im Mondgestein Raketentreibstoff herstellen kann und dan gibt es dort ja noch das schöne Helium³. Ich denke auch das es so geschehen wird alles andere wäre irgendie schwachsinnifg sehr teuer und eher nur ein kurzer aufenthalt eine langfristige marskolonie ist ohne das nötige wissen derzeit auf lange sicht zu teuer.

  • Die Huygens Sonde(siehe meine Signatur) hatte beim Eintritt in Titan grosse Temperaturveränderungen durchzustehen. Im Mittel ist Titan -179° kalt. Nebenbei besteht der Boden aus Kohlenwasserstoffen mit Methan.


    Kein angenehmer Ort.


    Mars hingegen ist da schon unserer Erde ähnlicher. Beim bis dato höchstauflösende Bild (über 1Millarde Pixel) auf dem Mars könnt ihr euch davon überzeugen.


    Auf Vollbild schalten, etwas Geduld und man kann noch jedes kleine Sandkorn sehen. Einfach der absolute Hammer. 8|


    Billion Pixel Mars Panorama

  • Contra Titan:
    --> Am Ar**h der welt :D
    --> Perverse Grundstrahlung durch Jupiter
    --> Bisschen kalt, nicht?
    --> Bisschen wenig sonnenlicht unten...


    Contra Venus:
    --> Läuft gegen alle Umlaufbahnen -->|Anflug kompliziert
    --> Freut euch auf hohen druck, der Glas platzen lässt
    --> Freut euch auf Hitze die euch zerschmilzt
    --> Viel Spaß mit Vulkanen, Erdbeben und Erdrutschen, denn Venus ist Vulkanisch äußerst aktiv


    Da klingt Mars doch echt noch angenehm oder? ^^

    Zeig mir 'nen Job den die Bo nicht kann - Ich warte!

  • Hallo,
    ich habe gerade begeistert die Artikel von euch gelesen und es ist echt wieder schön über sowas zu schreiben ^^


    Ich sehe die ganze Misere mit dem Besiedeln anderer Welten ein wenig praktischer. Der Mensch wird erst zu neuen Welten aufbrechen und Sie besiedeln, wenn er auf der jetzigen Probleme hat mit dem Selbsterhalt. Das heißt: kein Lebensraum, keine Ressourcen und kein Profit mehr. Wenn es schlicht und einfach zu teuer wird Mineralien oder seltene Elemente und Verbindungen abzubauen, wie Uran was gute 100 Jahre noch dauert oder seltene Erden. Es wird in naher Zukunft billiger sein Mineralien aus Asteroiden oder Monden mit geringer Schwerkraft abzubauen und zur Erde zu bringen. Beispiel der Film Avatar die Menschen sind nur aus einem Grund so weit gereist. Das es zufälligerweise ein Planet bzw. Mond der Minshara-Klasse ist und dort Leben existiert hat die Menschen wenig davon abgehalten ihn auszubeuten. Wie die Besiedlung der neuen Welt vor 400 Jahren, dort wurde auch einfach alles Niedergemacht. Unter anderen wie SpaceX forschten und planten auch schon seit einiger Zeit an Missionen die den Ressourcenabbau auf Asteroiden betrifft.

    Ein Mann der mehr herausragende Ideen hat, als Muskeln!

  • Naja.... Avatar war nett, aber man muss auch bedenken das Avatar nur eine Sci Fi Version von Pkahontas war (sorry).
    Ich denke es wird wohle her so wie in Dead Space laufen, oder Alien (Große Abbauschiffe).
    Sicher der Mensch wird keinen sch.. drauf geben ob da was lebt.


    Ich schäm mich jeden Tag dieser gattung anzugehöhren, ich wette wenns Preise für die dümmste spezies gibt,,, gewinnen wir den ohne zu wissen andauernd.

  • Vielleicht ist es auch eine evolutionärer Schritt, wie in Star Trek erst nach dem dritten Weltkrieg erkannten die Menschen das die Zusammenarbeit uns weiter bringt.

    Ein Mann der mehr herausragende Ideen hat, als Muskeln!

  • Na klar, wir beuten die Reste unseres Planeten aus um auf einem anderen Plaenten ein paar unwirtliche Kolonien für ein paar Hundert Aussiedler zu schaffen.


    Wir haben den erdähnlichsten Planeten in unserem Sonnensystem schon. Und haben es noch nichtmal verstanden den zu nutzen, aber an's Ausreisen denken. Schade, daß die Menschheit sich nicht weiterentwickelt und statt dessen die gute alte "Wir brauchen Raum" Strategie weiter fährt. Hat sich ja immer schon bewährt.


    Wir kriegen nicht mal die Erde terraformt obwohl das ein Kinderspiel wäre. Aber woanders Gott spielen wollen.

  • Zitat

    Wenn wir unsere Probleme auf unserer Erde nicht lösen können, wir wollen wir es schaffen mit den Problemen des Sonnensystems fertig zu werden?


    Auch wenn ich das Zitat gut nachvollziehen kann - das Sonnensystem hat doch gar keine Probleme. Es hätte allerdings welche wenn der Mensch anfängt ohne mit sich selbst klar zu kommen die Erde verlässt. Der Mensch würde all seine Probleme als bestes Exportgut direkt mitnehmen. Darin ist er bisher echt Weltmeister. Klar klingt es super verführerisch, einfach auf einem anderen Planeten einen Neuanfang zu machen. Aber was würde denn passieren? Nehmen wir mal an, wir wären in der Lage wirklich einen anderen Planeten nutzbar zu machen? Und? Was würde passieren? Die Ausbeutung des nächsten Planeten. Würde das irgend ein Problem lösen? Gar keins.
    Auf der Erde sind mit Sicherheit weder mangelnde Ressourcen noch Überbevölkerung ein Problem. Das sind alles nur die Konsequenzen einer sich immer mehr beschleunigenden Ausbeutung sämtlicher Ressourcen, rücksichtslos und vor allem auf Profitmaximierung gedacht. Weil immer noch der vorranginge Glaube herrscht, man müsse eben viel besitzen um sich irgendwie gut zu fühlen. Das fängt schon bei Klein-Hänschen an der alles halbe Jahr ein neues I-Phone braucht um hip zu sein.


    Die Überbevölkerung ist nur eine Folge davon, da die einzige Möglichkeit zur gesicherten Versorgung in armen Ländern, und das ist nunmal die Masse auf der Erde, 10 Kinder sind. Das würde sich von allein reduzieren und einpendeln wenn mal ein bisschen nachhaltiger mit unserem Planeten umgegangen werden würde. Aber bis heute ist ja das wichtigste die Börsenzahlen von morgen. Wen interessiert schon übermorgen.

  • @ Schnatta
    und aus diesem Grund gehört die Besiedlung von anderen Welten in das Reich der Science-Fiction. Ich gehe davon aus, dass unsere Zukunft ehr in Richtung Kapitalismus, wie in den USA geht. So eine Gesellschaft wie etwa in Star Trek gehört wohl ehr in den Bereich "Utopie". Mittlerweile ist der Kapitalismus unsere Ersatzreligion, wehe einer sagt etwas gegen diese Wirtschaftsform, das wird gleich als Blasphemie ausgelegt.


    ps: Ich hoffe die NSA schaut hier nicht zu :D

    Ein Mann der mehr herausragende Ideen hat, als Muskeln!

  • Also, da muss ich euch widersprechen! Ich glaube schon daran das "Utopia" möglich ist. Allerdings erst wenn die jeder einzelne von uns spürt was es bedeutet so weiter zu machen.


    Solange wir unseren jetzigen Status beibehalten können, wird sich nichts endern. Erst wenn ein neues Handy 2000€ kostet, oder ein neues Auto der Holzklasse 500.000€, Ein einfaches Brot 100€, ec. ec., wird der Mensch anfangen um zu denken. Wir jammern alle über die Hohen Spritpreise. Doch wirklich etwas dagegen unternommen wird nicht. Es ist einfach noch nicht teuer genug. (Ich nehme mich da garnicht aus! Als ich mein erstes Auto gekauft habe, hat der Liter noch ca. 10 Schilling (0,73€ ca.) gekostet. Heute ist er doppelt so teuer (1,40€). Die Grünnen haben damals verlangt, das der Liter 20 Schilling kosten sollte, denn dann verzichtet jeder auf sein Auto. HA! Denkste!!! Heute kostet es soviel, und keiner verzichtet darauf! Alle jammern! Auch ich! Aber was soll man tun! Gibts alternativen? Gar keine! Der ganze Schmarn mit denn Elektroautos ist doch nur Augenauswischerei! (Viel zu teuer im Vergleich mit einen neuen herkömmlichen Auto. Zu geringe Reichweite. Keine Infrastruktur. Nicht einmal über sowas banales wie einen einheitlichen Stecker können sie sich einigen. Wird dann so werden wie bei den Elektrogeräten für die man im Urlaub 3 verschiedene Kuplungen mit bringen muss. Wo bekommen wir denn zusätlichen Strom denn her? Wenn auf einmal allein bei uns in Österreich auf einmal 2.000.000 Elektroautos existieren!? Wasserkraftwerke will keiner (Die armen Fische) Windräder verschandeln das Bergpanorama. Solar ist noch zu teuer, und zu ineffizient. Atomkraftwerke will auch keine Sau, was ich auch verstehe! Kohle und Gas wären noch am Effizientesten, doch da beißt man sich ja wieder selber in den Schwanz. :thumbdown: )


    Glaubt mir! Irgendwann wird es wieder krachen, und dann wir die Menschheit wider in der Steinzeit sein! Und falls wir uns nicht selbst dezimieren, wird das die Erde für uns tun. Sei es mit Krankheiten oder einfach nur Ressourcen Mangel. (Was wider zu einem Krieg darum führen würde).


    Aber ich bin jetzt total abgekommen vom eigentlichen Sinn.


    Der Mars hat diese Vorteile:
    1. Fast gleich langer Tag (eine halbe Stunde länger)
    2. Ebenfalls Jahreszeiten (Nur doppelt so lange)
    3. Die Temperaturen sind "moderat" (+10°C zu Mittag, -80°c in der Nacht und am Äquator) Das kann man leicht ausgleichen.
    4. Wasser scheint im Boden vorhanden zu sein.
    5. Der Boden selbst kann Pflanzen versorgen (Stickstoff).


    Die Nachteile:
    1. Fast keine Atmosphäre
    2. Kein Magnetfeld
    3. Er hat keinen Mond der seine Achse stabilisiert.
    4. Schwerkraft nur 1/3 der Irdischen.


    Bei der Venus sieht es ein wenig anders aus. Die Schwerkraft ist zwar fast gleich aber das wars auch schon mit den Ähnlichkeiten. Etwas zu bauen das 90 bar druck aushält ist schon schwer genug (Siehe U-Boote). Doch dabei noch 400-500°C auszugleichen ist fast unmöglich. Allein die Energie die du dabei brauchst um einen Wärme Austausch zu garantieren ist enorm. Weiters kommt die extreme Säure Konzentration in der Atmosphäre dazu. Als die Venus durch ihren Vulkanismus immer mehr CO2 in die Atmosphäre pumpte, heizte sie sich so extrem auf, das die Ozeane verdampften. Wasserdampf ist aber noch ein viel besseres Treibhausmittel. ERGO wurde es immer heiser. Das Wasser verband sich mit dem CO2 zu Kohlensäure. Auf der Erde regnet es ab und reduziert so den Gehalt von CO2 in der Luft. Aber auf der Venus ist es so heiß, das kein Regentropfen den Boden erreicht. In zirka 30 km Höhe regnet es tatsächlich. Die Sonden und Raumschiffe müssten durch eine Wolkenschicht aus extrem konzentrierter Kohlensäure. Auf dem Boden angekommen, hast du neben dem Druck und der Hitze noch das Problem, das die Luft so dicht ist. Sie ist fast schon "Dickflüssig" in einigen Metern entfernen siehst du nichts mehr. Man hat weiters nur etwa 30% des Sonnenlichts (Der Rest wird von den Wolken absorbiert, bzw. reflektiert) zur Verfügung.


    Weiters ist da die Rotation von Venus. Sie rotiert soooooooo langsam, das ihr Tag länger dauert als ihr Jahr. Dadurch kann sie aber auch kein Magnetfeld erzeugen. Nur ihre Schwerkraft verhindert das ihre Atmosphäre weggeblasen wird.


    So, ich hoffe ich habe jetzt nicht die Ungunst eines Moderators auf mich gezogen dank meines Beitrages... Ich entschuldige mich schon mal im voraus! :rolleyes:

    "Die Erde ist die Wiege der Menschheit. Aber wer bleibt schon ewig in seiner Wiege?!"
    Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (Russischer Amateurforscher der als erster Flüssigraketen befürwortete. 1895 schlug er einen Weltraumlift vor
    Er prognostizierte den Beginn der Raumfahrt für 1950, und den ersten Menschen im Weltall für 2000)