Eve hin und zurück

  • Nachdem die Grand Moon Tour mit erfolgreicher Rückkehr von Jeb endlich abgeschlossen war, und auf der Grand Planet Tour fast alle Planeten des Systems besucht worden waren, ein Generationenraumschiff seinen Weg aus dem System zieht, Satelliten und Stationen das Kerbalsystem bevölkern, Kethane seine Geheimnisse preisgegeben hat, blieb nur noch eins zu tun: Auf Eve landen, Fahne pflanzen und Jeb zurückbringen.


    Nachdem der Standard-Kethanscanner seine Arbeit getan hatte, war ein gutes Feld in Äquatornähe lokalisiert. Das erste Hilfssystem bestand in dem wiederbetankbaren 12k Delta V Launch System. Über meine Schwierigkeiten dem Lander den Sprit auszusaugen hatte ich ja berichtet. Abhilfe hat ein Radialdecoupler von Nova geleistet, der NICHT durchleitungsfähig ist. Damit konnte verhindert werden, dass die notwendigen Koppeltanks die Stufen, an denen sie hängen, leersaugen. Die Raketen basieren alle auf dem Tylo Grundsystem, das ich schon vorgestellt habe.


    Nach 4 missglückten Landeversuchen war klar, dass ich eine exaktere Bestimmung der Landezone benötige. Die wiederaufladbare System hat einen so ungünstigen Schwerpunkt, dass eine flache Stelle getroffen werden muss. Daher habe ich die sowieso vorgesehene MoKeFei nachgezogen. Die kam mit dem Gelände gut zurecht und konnte die flache Landezone markieren. Danach zog der wiederbetankbare 12k Delta V Launcher nach. Dass dabei Fallschirme plus Triebwerke eingesetzt wurden, versteht sich von selber. Final folge dann das Transfersystem, das neben dem Lander auch eine bequeme Kapsel für Jeb für den Rückflug bereithielt. Ich hatte auch noch von den neuen Experimenten für die Reise was mitgenommen, aber das war eine Enttäuschung, denn im R&D war noch keiner wach!


    Die Landung war bilderbuchmäßig. Jeb enterte die MoKeFei und rangierte sie in Position - das Koppeln funktionierte wie auch schon auf Minimus sofort und ohne Probleme. Erwähnenswert ist vielleicht, dass die hohe Schwerkraft den Standardrädern sehr zu schaffen machte - 3 platte Reifen auf 1,5km ist definitiv zu viel. Das Betanken parallel zum Fördern und umwandeln ging wie´s Brezelbacken. Die MoKeFei konnte ihren Vorteil den Treibstoff direkt am Ort und gekoppelt zu erzeugen voll ausspielen. Und das bei 1000facher Beschleunigung - hier half mir eine Mod zum Balancen des Treibstoffes ganz enorm Zeit und Aufwand zu sparen. Dennoch dauerte es fast einen Eve-Tag, bis das System voll aufgeladen war.


    MoKeFei entkoppeln und aus dem Weg fahren, Fahne aufstellen, noch mal aufs Klo und die lange, lange Leiter zum Flugsitz erklimmen. Es war schon beeindruckend, wie lange sich das Startsystem den Weg zurück ins Orbit kämpfen muss. Davon gibt das lange Aerobreaking ja nur einen ersten Eindruck. Der Rest der Rückreise war ja schon fast Routine: Treffen mit dem Transfersystem auf einem schon fast leergenudelten Raketensitz - Wechsel per EVA - und der ereignislose Rückflug.


    Nun ist tatsächlich alles geschafft, was KSP für mich spannend macht(e). Ich widme mich nun etwas dem Mod-freien Research Mode. Mal sehen, ob das motiviert hält.


    In jedem Fall aber eines der tollsten Spiele, die ich je gespielt habe


    findet


    SpaceZ@

  • Echt cool!
    nur reicht das letzte Schiff ungemoddet um vom Eva-Orbit in den Kerbal orbit zu kommen?


    ich denke Du meinst mit das "letzte Schiff" das aus dem Video zurück nach Kerbin fliegt... Kam mir auch etwas seltsam vor, allerdings ist die Masse dieses Gefährts sehr gering und das


    LV-909 Liquid Fuel Engine -Triebwerk hat nen relativ hohen lsp. Wenn man gut manövriert sollte das wirklich machbar sein...