The last game - Kapitel 1993-I

So, mit der Ankündigung von KSP 2 vor wenigen Augenblicken starte ich hier mal mein letztes Savegame in KSP 1.x. Und diesmal hoffe ich mal bis zum Ende durchhalten zu können.


Zum Gameplay:

Forschung und eine Timeline stehen sich etwas im Wege (z.B. kann man in KSP große Raketen erst später bauen, in der Realität hat man aber schon sehr früh große Raketen gebaut). Gleichzeitig spiele ich aber gerne mit Geld und Science (wäre ja langweilig irgendwo hinzufliegen ohne dass die Sonde eine Funktion hat). Also was tun?

Ich habe nun eine Karriere gestartet und diese etwas modifiziert. Zum einen habe ich die meisten Parts bereits komplett am Anfang erfoscht. Forschung an für sich fällt also weitestgehend weg. Wozu dann Science sammeln? Mit der Mod Science exchange kann ich Science in Geld umwandeln (und umgekehrt). Ich verkaufe also Science um damit meine Missionen zu finanzieren. Gleichzeitig habe ich noch den Mod Monthly Budget installiert. Somit bekomme ich neben den Einkünften aus dem sammeln von Science noch etwas staatliche Unterstützung.

Da dies aber recht unausbalanciert ist und ich mehr Kohle scheffele als ich asugebe, habe ich einfach die Kosten für alle Bauteile x10 genommen. Die billigsten Raketen kosten bei mir etwa 50.000. Und damit schaffe ich bei JNSQ (ca. 2,5x Kerbin) mal gerade wenige hundert Kilogramm in einen Orbit. Bei den großen Raketen liegen wir dann schon bei Stückkosten von 300-700.000.

Satelliten sind mit dieser Methode auch sehr teuer. Alles in allem kann ich mir somit vielleicht 1-2 Starts/Monat leisten, je nach Rakete auch nur einen in 2 Monaten.

Immerhin komme ich so nicht in Versuchung schon am ersten Tag 25x zu starten und auf dem Mun zu landen. :D


Welt:

Wie oben erwähnt nutze ich den Mod JNSQ. Damit wird das Kerbolsystem deutlich vergrößert und aufgehübscht. Trotz der immensen Größe des Mods läuft KSP erstaunlich perfomant. Besser als mit jedem anderen Grafikmod vorher.

Um dem ganzen noch ein i-Tüpfelchen aufzusetzen spiele ich auch noch mit RemoteTech und Kerbalism.


Mods:

Viele. Sehr viele. 8)


Zeitlicher Rahmen:

Da ich ja ein Realismusfreak bin spielt mein Savegame in den 90ern. Hierzu verwende ich auch reale Raketen als Vorbilder. Allerdings nehme ich mir hier einige Freiheiten und nutze auch Raketen welche entweder zeitlich vorher oder nachher genutzt wurden/werden. Hinzu kommt dass auch de Vorgeschichte und der Handlungsstrang zwar an die jeweilige Zeit angelehnt ist aber auch alternative Wege gehen kann.

Bei Satelliten und Sonden nutze ich teilweise Namen von realen Satelliten/Sonden, es handelt sich aber meist nicht um Nachbauten. Es werden also nur die Namen benutzt.



Und nun gehts los:


Vorgeschichte:

In den 70ern und frühen 80ern wurde das Space Shuttle als DIE Zukunft der Raumfahrt propagiert. Es war die Rede von Starts alle 2 Wochen und dass Raumflüge zur Routine würden.

In der Realität sah es dann aber doch ganz anders aus. Technische Schwierigkeiten, ausufernde Kosten und Unfälle ließen die Startrate auf weniger als 6 pro Jahr fallen. Satellitenbetreiber wichen aufgrund der hohen Kosten auf andere Anbieter aus (insbesondere die Ariane von Arianespace profitierte hiervon).

Da man ursprünglich davon asuging dass das Space Shuttle alle anderen Trägersysteme ersetzen würde, musterten die USA in den 80ern etlcihe Raketen aus, was sich aus späterer Sicht nachteilig auswirkte. So wurden in den frühen 80er die Atlas-Raketen ausgemustert sowie die Starts der Titan deutlich reduziert. Bei der Titan verhinderte das Militär ein vollständiges ausmustern da diese für ihre Spionagesatelliten eine leistungsfähige Rakete benötigten und sich zusätzlich zum Shuttle eine weitere Option offen halten wollten. Ende der 80er folgte dann die Delta auf dem Weg in die Geschichtsbücher.

In der Folge wurden selbst kleine Planetenmissionen deutlich teurer und seltener. Daher erfolgte in den frühen 90er Jahren ein Umdenken. Insbesondere als die US-Regierung das Artemis-Programm ins Leben rief eröffneten sich für die NASA wieder neue Wege.

Im Rahmen des Artemis-Programms sollten folgende Hauptziele erreicht werden:


- Errichtung einer modularen Raumstation zur Vorbereitung von zukünftigen Forschungsreisen zu anderen Planeten

- Wiederaufnahme der Flüge zum Mun und Errichtung einer Munstation auf der Oberfläche

- Erste bemannte Flüge zu Minmus

- Space-Hub in der Mun-Umlaufbahn zum auftanken und vorbereiten für weiterführende Flüge nach Duna.


Damit einhergehnd sollten folgende Nebenziele erreicht werden:


- Aufbau eines satellitenbasierten Kommunikationsnetzes

- Forschungssatelliten zur Erforschung von Strahlung, Sondenwinden und neuen Antriebstechnologien


Flughardware (geplant/vorhanden):


- diverse leichte Feststoffraketen auf Basis der Peacekeeper und Minuteman, große Anzahl vorhanden durch Abrüstung und Umbau zu Trägerraketen

- Space Shuttle für den Aufbau der Raumstation, danach Einstellung des Shuttle-Programms zur Kostenreduzierung

- modulare Raumstation

- Wiedereinführung der Titan IIIE und IIID, Weiterentwicklung zur Titan IV, für mittlere und schwere Nutzlasten

- Wiedereinführung der Delta in der überarbeiten 7000er Konfiguration für leichte Nutzlasten, ersetzt die Titan II(23)G

- geplante Titan LDC mit vergrößertem Druchmesser, als Triebwerke werden entweder ein F1 der Saturn oder mehrere LR-87 der Titan geplant, soll für größere Missionen zum Mun genutzt werden, überschwere Nutzlasten

- Mun-Basis

- Space-Hub

- Rakete für bemannte Duna-Flüge, noch keine weiteren Informationen vorhanden

- Entwicklung eines Expendable Laucning System als Ersatz für Delta und Titan III/IV

Kapitel 1993-I


Und hier sind die ersten Starts aus dem jahr 1993:


Zur Vorbereitung von Artemis wurde zum einen mit dem Aufbau eines Satelliten-Kommunikationsnetzwerks begonnen. Außerdem wurden die ersten Forschungssatelliten zum Messen von Gammastrahlung und des Sonnenwindes gestartet.


Trägerrakete: Athena 2 (Feststoffrakete auf Basis der Peacekeeper)

Nutzlast: GRO - Gamma Ray Observatory


Bei GRO handelt es sich um einen kleinen etwa 270kg schweren Forschungssatelliten. Er dient, wie der Name schon sagt, zur Erforschung von Gammastrahlung im Weltall. Die Ergebnisse sind insbesondere für spätere bemannte Flüge wichtig.

Der Satellit gehört der Gruppe der sogenannten New Generation Observation Satellites (NewGenObS) an. Diese Satelliten zeichnen sich durch ihre geringe Größe sowie der kleinen Kosten aus. Durch die geringen Abmessungen und das niedrige Gewicht kann hier auf eine günstige Athena 2 zurückgegriffen werden. Hinzu kommt dass


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Trägerrakete: Athena 2 (Feststoffrakete auf Basis der Peacekeeper)

Nutzlast: SWEx 1 - Solar Wind Explorer


Wie bei GRO handelt es sich hier um einen Satelliten des NewGenObS-Programms. Da der Sonnenwind ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor für zukünftige Missionen ist, muss dieser eingehend studiert werden. Dazu werden 2 Satelliten gestartet.

Die Satelliten werden ebenfalls mit einer Athena 2 gestartet.


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Trägerrakete: Athena 2 (Feststoffrakete auf Basis der Peacekeeper)

Nutzlast: SWEx 2 - Solar Wind Explorer


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Trägerrakete: Titan II(23)G

Nutzlast: EchoStar 1


Bei Echostar handelt es sich um den ersten Satelliten des neuen Kommunikationsnetzwerks für Mun/Minmus. Von der ersten Serie werden lediglich 2 Satelliten gestartet (EchoStar 1 und EchoStar 2). Die Reichweite der Antennen ist noch bis Mun beschränkt und reicht nicht bis Minmus. Sie dienen aber in erster Linie der Kalibrierung des neuen Netzwerkes. Erster operativer Satellit wird erst EchoStar 3, welcher größer und leistungsfähiger sein wird. daher wird dieser auch auf einer Titan IIID gestartet.


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Geplante weitere Flüge für 1993 im Rahmen von Artemis:

- Trägerrakete: Titan II(23)G

Nutzlast: EchoStar 2


- Trägerrakete: Titan IIID

Nutzlast: EchoStar 3


- Trägerrakete: Titan IIID

Nutzlast: OrbView 1


- Trägerrakete: Athena 2

Nutzlast: Ikonos 1 - Kerbin-Beobachtungssatellit

Kommentare 2

  • Mich persönlich würden ja Details interessieren was der Zweck der einzelnen Missionen ist ;)

    • Stimmt. War etwas knapp bei Zeit. Also alles schnell hingeschludert. Ich gelobe Besserung bzw. Nacharbeit.