KBB Newstime
23.03.17
Zwischenzeitlich wurde die VEGA III noch einige Male erfolgreich komerziell für Satellitenstarts verwendet. Allerdings bemängeln einige Ingenieure dass die Rakete zu sehr für den schweren Satellitenmarkt entwickelt wurde und daher nur für wenige Nutzlasten geeignet ist. Die KBB hat daher eine Fähigkeitslücke bei Klein- bzw. Kleinstsatelliten festgestellt.
Nach intensiven Debatten hat man sich entschlossen die VEGA III außer Dienst zu stellen und diese zu einer variablen Raketenfamilie weiterzuentwickeln. Der Core der VEGA III wird dabei (aus kostengründen) in überarbeiteter Form übernommen. Unterscheiden werden sich die Versionen hingegen bei der/den Oberstufen und der Anzahl und Art der Booster. So sind derzeit für die leichten Versionen Feststoffbooster und für die schweren Versionen Booster auf Basis des Cores geplant. Als Oberstufen sind derzeit 2 Versionen in Planung. Eine für die leichte Version und eine für die schwere Version.
Damit soll es möglich sein ein Nutzlastspektrum von 4 bis zu 21 Tonnen bedienen zu können.
Ebenso ist eine Wiederverwendung der Core-Stufen geplant, was den Startpreis drastisch senken wird. Hierzu gibt es aber erst grundsätzliche Überlegungen aber noch keine konkreten Konzepte. Wir halten Sie aber auf dem Laufenden.
Desweiteren plant die KBB den Einstieg in den Satellitenmarkt. Derzeit werden mehrere unterschiedliche Satellitenbusse entwickelt die dann nach Kundenwunsch mit den unterschiedlichsten Antennen, Instrumenten und Experimenten bestückt werden können. Weitere Infos dazu werden in Kürze folgen.
Als drittes Projekt steht derzeit die Entwicklung eines leichten Raumgleiters auf der Tagesordnung. Der Raumgleiter ist zum Personen- und Frachttransport zu Raumstationen im Kerbin-Orbit geeignet. Dabei soll die Passagierversion für insgesamt 6 Kerbals Platz bieten und die Frachtversion einen kleinen Laderaum für eine Fracht von bis zu 2 Tonnen beinhalten. Gestartet werden soll der Raumgleiter auf der Spitze einer VEGA der neuen Serie. Alternativ soll der Raumgleiter auch innerhalb der Nutzlastverkleidung gestartet werden können. Dazu wurden schon Experimente mit faltbaren Tragflächen durchgeführt.
Bisher wurden 8 Gleitflüge innerhalb der Atmosphäre durchgeführt um die aerodynamischen Fähigkeiten zu testen. Diese waren allesamt erfolgreich. Eine modifizierte Version mit Faltflügeln wurde ebenso schon mehrmals erfolgreich getestet, zeigte aber auch einige Probleme mit den Tragflächenbefestigungen auf. Beim letzten (unbemannten) Testflug stürzte der Prototyp jedoch aufgrund des strukturellen Versagens eben dieser Befestigungen ab und wurde zerstört. Ein zweiter Prototyp ist bereits kurz vor der Fertigstellung.