Wettrennen zum Pol!

Es ist Samstag, 14 Uhr nachmittags und mir ist langweilig. Ich habe Lust KSP zu spielen, weiß aber noch nicht so recht was ich machen soll.
Und dann fällt mir ein dass es da ja die neue Challenge von McFly gibt, ein Wettrennen zum Nordpol, und ich denke mir: Coole Sache, da kannst du ja mal mit deinem alten
Überschall-Jet mitmachen und einfach mal gucken wie lange der braucht. Die Beschreibung des Jets spricht sogar von einer "Long Range EXTENDED" Version :thumbup:


Und so fängt es mal wieder an...


Das Wettrennen zum Pol
*hier coole Trailer-Musik einfügen*


Und es hätte ja so einfach sein können: Maschine anwerfen, auf 18km Höhe aufsteigen, Vollgas geben und mit 1500 Sachen zum Pol. Dort dann irgendwo langen, ist ja alles flach, und bei +/- 20 Minuten
Flugzeit ankommen. Ganz am Ende vom Feld, aber wen juckt das, es geht schließlich ums dabei sein. Und genau mit der Motivation bin ich gestartet, ich habe mir nichtmal die Mühe gemacht eine modlose
Version zu nehmen, weil meinen Versuch vermutlich sowieso niemand deswegen ankreiden würde. Als letzter würde es vermutlich reichen zu sagen dass man ehrlich war, und das bin ich ja auch gewesen :thumbup:


Und 10 Minuten lang lief das ganze wirklich gut, naja, sagen wir mäßig :D
Irgendwie kam der Vogel nicht auf Touren und mit der Flughöhe und dem Zeitplan lief es auch nicht wirklich. Und als dann die Triebwerke mit einem schönen lauten Rumms ausgefallen sind, hatte ich gerade mal 2/3 der
Strecke hinter mir gelassen. Verdammt!



Ich hab an der Stelle drüber nachgedacht einfach aufzuhören und es gut sein zu lassen, aber dann habe ich mir gedacht: Nö, "dabei sein ist alles", jetzt aber richtig! :D
Dann starte ich halt ein zweites Flugzeug, tanke schnell ein bisschen auf und fliege dann weiter. Das Auftanken ist nicht verboten und von Startplätzen für andere Flugzeuge
steht nix in den Regeln, wie auch, mit dem Schwachsinn rechnet ja keiner :evil: :D


Doof nur, dass die nächste Basis über 150km entfernt war und nichtmal ne Runway hatte, sondern bloß nen doofen Helilandeplatz. :pinch:
Gut für mich, dass ich vor Urzeiten mal ein Berge-VTOL namens SR77H-Skyranger gebaut habe, was ein großes VTOL für genau solche Einsätze mit großer Reichweite ist. Das Ding aus der 1.1.3
gezogen wo ich es bei der EXPO ausgestellt hatte, schnell abgestaubt, nen Tank reingebaut und gogogo.



Nur 3 Hotfixes später war das Ding dann auch tatsächlich flugfertig und ich bin losgeflogen, mit einem mehr als holprigem Start, aber hey, was erwartet man von einem 50t VTOL ^^ :D
Natürlich auch erstmal schön in die falsche Richtung losgedüst, und dann im Gebirge festgehangen, weil man erst höhe gewinnen muss bevor man das Tal verlassen kann... :whistling: :crylaugh:
Aber man hat ja 4000l LiquidFuel an Bord und ein bisschen spielraum für so Späße. In der Tat hat man sogar so viel LiquidFuel an Bord dass man die ganzen 150km lang den Nachbrenner laufen lassen kann
und auf dem Weg noch ein paar Screenshots machen kann, während man das Ding eintrimmt.


Funfact an der Stelle: Der blöde Überschall-Jet ist natürlich genau am weitesten entfernten Punkt von 3 Basen runter gekommen, weitest möglicher Weg also.
Aber nach einem kurzen Flug bin ich angekommen und aus dem Normal- wieder in den VTOL-Flug übergegangen. Da der Vogel jetzt einiges an Treibstoff verloren hatte, haben auch 70% Schub fürs Höhe
halten locker gereicht. Nach einigen Kurven und ein bisschen rumgeschwebe bin ich dann auch tatsächlich kurz neben dem Überschall-Jet gelandet, noch ein bisschen rumgerollt und ich war nahe genug dran zum Auftanken.


Wie ich später festgestellt habe, habe ich vom auftanken keinen einzigen Screenshot gemacht, aber naja, es war mit KAS und ich hatte da vermutlich gerade zu tun :D
Nachdem ich mit vollen Tanks 2/3 der Strecke geschafft hatte, und der Skyranger schließlich noch zu seiner Basis zurück musste, beschloss ich, einfach mal 600l zu tanken und los gehts.



Um keine Zeit zu verschwenden bin ich direkt mit der Bolt los und in einem steilen Winkel auf 10km Höhe um nicht unnötig Treibstoff zu verschwenden. Kurze Zeit später war ich dann auch wieder jenseits der
800m/s und auf gutem Wege zum Pol. Der direkte Weg zum Pol wäre über ein kurzes Stück Ozean gewesen, im Angesicht des wieder bedrohlich schwindenden Treibstoffs dachte sich KCST aber so: Och nö, besser nicht...


Eine gute Entscheidung, denn schon nach der Hälfte des übrig gebliebenen Wegs zum Pol machte es schon wieder puff! Shit, warum hab ich so wenig getankt :D
Also wieder irgendwo in der Pampa notlanden und ein weiteres Flugzeug losschicken, diesmal nur 130km und vom Pol aus, der sogar ne Startbahn hat. Man kann also ein echtes Tankflugzeug nehmen :D


Das Gelände auf dem Weg zum Pol erwies sich aber als nicht so gutmütig, überall Bodenwellen, Hügel und generelles Bäh-Gelände.
Da ich aus 10km Höhe allerdings ein gutes Stück Gleitweg hatte (gut soviel jetzt auch nicht weil die Bolt erstaunlich schlecht gleitet :cursing: ) und ein See mit flacherem Gelände in
Sicht war, konnte ich in der Nähe von diesem See notlanden. War holprig, ging aber gut, puh :schäm:


Da ich etwas Zeit hatte, konnte ich in der Zwischenzeit schnell den Skyranger zurück fliegen. Der hatte genug Sprit dabei um es auch noch auf dem Rückweg mit Nachbrenner zu schaffen.
Bei der Landung hatte ich mir aber zwei der 6 VTOL-Triebwerke abgerissen, was unweigerlich bedeutete dass ich nahe der Basis landen musste. Toll. Und es wurde noch besser, es wurde nämlich Nacht.
Landen auf Sicht, während der Nacht nahe einer Basis die man nicht kennt, die keine Runway hat und auch noch von Bergen umringt ist, was ein Spaß... ARGH :cursing: :D



Bei der Landung habe ich mir nochmal 2 Triebwerke abgerissen, aber was solls, der Vogel ist unten und die Crew lebte! :party:
Dabei geholfen hat der Scheinwerfer, der eigentlich bei den VTOL Landungen helfen sollte, aber auch hervorragend zum aufspüren von Hügeln und Terrainkanten geeignet ist :D


Keine 5 Minuten später war ein Tankflugzeug auf der Runway des Nordpols mit dem Treibstoff und der nötigen Ausrüstung für Auftankmanöver Nummer 2...



Großes Flugzeug und unebenes Terrain sind jetzt nicht so die beste Kombination, aber auch dafür hatte ich was auf Lager, ebenfalls von der EXPO übrig geblieben: Birdo, das Wald- und Wiesentransportflugzeug,
was überall landen kann, erstaunlich schnell fliegt und ein typisches 5-Minuten-Craft ist, was man zusammenschustert, was seinen Charme hat und einfach genau das macht was man will. Das Fahrwerk von
besagtem Flugzeug (was dringend noch einen besseren Namen sucht) war darauf ausgelegt ÜBERALL landen zu können. Deswegen hatte ich es vor einigen Tagen auch wieder rausgekramt als es um das Erdbeben-Event
im RP-Forum ging, es auf den neusten Stand gebracht und einige vielversprechende Flugtests damit gemacht. Das Ding lag also perfekt bereit 8o :thumbsup:


10 Minuten Kurzstreckenflug (Man hat mich diese Zeitangabe angekotzt :D 10(!) Flugminuten vom Nordpol weg, argh :D ) später landete ich neben der Bolt und wäre bei der Landung noch fast in sie reingerauscht, was
ich aber mit viel Glück verhindern konnte. Glück im Unglück gehabt :schäm:



Schnell mit dem Ingenieur rausgesprungen, die KAS-Pipeline gelegt, schnell im Kopf ein paar Zahlen geschubst und los gings.
Ich hatte etwa 60% der nach dem Auftanken verbleibenden Flugstrecke mit etwa 600l LiquidFuel geschafft. Also mussten 400l reichen. Weil ich aber schon zu viel erlebt hatte heute, hab ich dann mal 690 rein gekippt :D
Frei nach dem Motto: Dann hast du auch noch ein bisschen was für die Landung ;) :D


Tankflugzeug wieder gestartet, zurück geflogen, am Nordpol gelandet und schnell wieder in den Überschall-Jet gewechselt und durchgestartet.
Wieder das selbe verfahren wie beim ersten Mal, also steil hoch und dann vollgas! Leider hat das irgendwie nicht funktioniert und ich kam zunächst nicht über 300m/s. Als ich es dann doch geschafft hatte,
war des aufgetanke schon wieder halb weg. ARGH, warum hab ich nicht einfach vollgetankt, aber ne, ich musste ja nur 690l reinmachen :D



Irgendwann habe ich dann doch noch 12km und 800m/s erreicht, aber eben deutlich zu spät. Durch geschicktes Gleiten bin ich zumindest bis zum Anflug auf die Polarbasis (Zu der wollte ich jetzt schon, wenn ich schon 2x auftanke xD)
geschafft, bevor sich die Triebwerke wieder verabschiedeten. Durch den bekannt schlechten Gleitflug der Bolt, war von Anfang an klar dass ich es nicht zur Basis schaffen würde, als die Triebwerke ausgingen. Aber ich würde im Schnee
landen und damit zumindest die Bedingung der Challenge erfüllen.


Beim Abfangen der Maschine wurde ich allerdings extreeeeeeem langsam, sodass ich die letzten 30m nach unten mehr gefallen als geflogen bin. Nach dem aufschlag habe ich einen Screen für die Wertung gemacht und bin
mit einem Hilfsauto von der Basis losgefahren um die zwei Pechpiloten abzuholen.



Meine Screenshots von Start und Ende dieses Epos liegen 2 Stunden und 3 Minuten auseinander.
Diese Zeit habe ich eingereicht. Noch schlimmer wird es glaube ich niemand schaffen xD



Dabei sein ist alles! ;)

Kommentare 3

  • Schöner Bericht, aber zwei Segellandungen in unwegsamen Gelände gehen gut und ausgerechnet die letzte auf flachen Untergrund versemmelst und das auch noch kurz vor deinem Zielflugplatz. Da hat aber der Murphy’s Law voll zugeschlagen. ;)
  • Tja, was soll man dazu sagen - 4 Jahre KSP Erfahrung und noch immer nichts dazu gelernt?! :D ;P Definitiv eine schöne Geschichte und absolut unverständlich wie man nicht volltanken kann - vor allem zwei mal! ^^ Über den Namen "Birdo" kann man einfach nur lachen, da hast du wirklich recht, dass dafür eine bessere Bezeichnung her muss. Wie bereits im Challenge Thread gesagt, hast du für diesen ganzen Aufwand den Ehrenplatz in der Tabelle erhalten. PS: Deine "Absatzfehler durch das offline vortexten" könnte man vielleicht noch überarbeiten. Viel mir schon bei anderen langen Texten von dir auf ;)
    • Es werden dieses Jahr 6 Jahre, was die Sache irgendwie nicht besser macht :crylaugh: Der Idiot der das ganze geflogen ist dachte sich wohl einen Tick zu oft "Wird schon" ^^ Die Absatzfehler kommen dadurch dass ich neue Zeilen auch im Absatz selber mit Enter setze, statt die Absatztexte durchgängig zu machen. Dadurch ist das ganze dann nicht an die entsprechenden Bildschirme angepasst, sondern berücksichtigt natürlich auch meine eigenen Zeilenumbrüche. Schieb einfach mal dein Browserfenster in der Weite auf und zu und du siehst was ich meine ;D